Heute war geplant, dass ich Euch von den Vorbereitungen zur 2. Honigernte berichte und mich selbst auf den Höhepunkt eines guten und ertragsreiches Bienen- und Honigjahr einstimme. Leider fällt das, der Situation entsprechend, buchstäblich ins Wasser.
Wir hatten in den vergangenen Tagen und Wochen, in einer
selten ausgeprägten Häufig- und Heftigkeit, Unwetter, die uns allen vor Augen
geführt hat, was die Natur kann. Dabei will ich gar nicht auf die Wetter-Phänomene
und den Klimawandel eingehen. Hier gibt es deutlich kompetentere Spezialisten.
Aber, warum steht nun die aktuelle Wetterlage im Zusammenhang mit der Biene,
dem Honig?
Es ist relativ einfach veranschaulicht: Wenn es regnet kann die Biene nicht fliegen. Wenn sie nicht fliegen kann, werden die Blüten nicht bestäubt und es wird kein Blütennektar gesammelt. Dabei ist aber beides wichtig für uns Menschen und für die Biene. Denn, wenn die Bienen nicht bestäuben können, können sich Obst und Gemüse nicht entwickeln. Mit welchen Auswirkungen, darüber hatte ich schon in einem vorherigen Beitrag berichtet. Das bedeutet dann nicht nur, dass wir selbst weniger gesunde Lebensmittel bekommen, diese werden auch teurer. Für die Biene bedeutet es, dass sie nicht genügend Nahrung für den Winter sammeln kann und auf uns Imker angewiesen ist. Stellenweise mussten wir in den Monaten Mai und Juni sogar nachfüttern, damit uns die Bienenvölker nicht eingegangen sind. In den Monaten Mai und Juni! Das gab es bislang noch nicht. Sicherlich besteht die Möglichkeit bei der zweiten Honigernte mehr Glück zu haben. Denn es gibt ja noch den Waldhonig, der für viele eine wohlschmeckende „Delikatesse“ ist. Mit viel Glück tragen unsere Bienen noch weitaus mehr als aktuell im Honigraum zu finden.
Dazu bedarf es aber eines trockenen Wetters damit die Läuse,
die für die Honigbiene wichtig sind, auch in ausreichender Zahl vorhanden sind.
Wenn es aber, wie in den letzten Tagen solche Niederschläge gibt, kann sich
jeder vorstellen was passiert: Die Läuse werden von den Ästen gespült…Also auch
hier keine wirkliche Chance für die Honigbiene. Leider.
Was also können wir nun, jeder einzelne von uns, tun?
Bienen sind über jede Nahrungsquelle
glücklich. Soll heißen, wir können alle etwas für die Natur und damit für die
Insekten, im Speziellen etwas für die Biene tun. Es gibt viele Pflanzenarten
die im Zeitraum Juni-August blühen und damit Nektar für die Bienen produzieren.
Die Pflanzen bereichern zudem durch ihre Farben unseren Garten. Aus diesem
Grund habe ich Euch hier einige Vorschläge zusammengestellt:
Büschelschön, Steinklee, roter und weißer Klee, Himbeere,
Brombeere, Kastanie, Vogelwicke, Lichtnelke, Lilie, Wiesen-Flockenblume,
Moschus-Malve, Mauerpfeffer, Ringelblume, Zaunwinde und noch viele mehr. Keine
Frage, wächst das nicht in einem Steingarten.
Hoffentlich bekommen wir in den kommenden Tagen und Wochen
doch noch trockenes und warmes Wetter, damit unsere Bienen noch viel Nektar
eintragen können.


Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Wir werden diesen prüfen und zeitnah freischalten.