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| Hoch oben in den Baumgipfeln, schwer zu sehen, aber gut zu hören |
Wer die Tage bei schönen Wetter den Trampelpfad zwischen Haldenstraße und Schützenhaus entlang geht hört mit etwas Glück ein intensives Vogelkonzert. Hoch oben auf den großen Eichen und der Esche am Naturdenkmal sitzen die Verursacher. Es sind Bluthänflinge (Roten Liste der Brutvögel Deutschlands; Kategorie 3; gefährdet) die zur Gattung der Finken gehören und die auf Grund der warmen Winter inzwischen ganzjährig bei uns bleiben. Während die Weibchen unscheinbar gefärbt sind, fallen die Männchen durch eine leuchtend karminrote Stirn und Brust auf. Diese ist besonders im Frühjahr gut ausgeprägt. Mitte März beginnen die Vögel mit Nestbau und Brutgeschäft. Gleichzeitig werden die Rufe deutlich leiser und die Bluthänflinge sind eher schwer zu sehen. Während die Jungen mit Kleininsekten aufgezogen werden, ernähren sich die erwachsenen Tiere ausschließlich von Samen, insbesondere von Ackerwildkräutern. Allen voran der Sauerampfer. Ab und an kann man im Winter den einen oder andern Bluthänfling auch an den Futterhäusern in den Siedlungen finden.
Ihr natürlicher Lebens- und Nistraum sind jedoch dichte Hecken und Sträucher außerhalb der Siedlungen, oft am Waldrand. Beim Naturdenkmal am Schützenhaus gibt es noch eine kleine Kolonie des Bluthänflings. Bis vor wenigen Jahren gab auch noch eine weitere kleine Kolonie im geschützten Biotop nach dem Schützenhaus Richtung Goldshöfe. Inzwischen schließt hier das Industriegebiet direkt an und den Tieren wird es vermutlich zu unruhig und in der Nacht zu hell geworden sein.

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